Am 26. März fand bereits zum wiederholten Male ein Treffen der Arbeitsgruppenvertreter vom Team Zukunft mit Oberbürgermeister Karsten Schütze statt. Von der Stadtverwaltung waren außerdem Bürgermeister Schlegel, die Amtsleiter Herr Schneider und Herr Wagner sowie die Referentin des OBM, Frau Witt anwesend.
AG Stadtgrün möchte die Gehölzinsel als Tiny-Forest angehen
Wie bei den vorhergehenden Treffen konnten wir viele der aktuellen Themen des Team Zukunft vorstellen und unsere Wünsche dazu formulieren. Voran geht es mit der von uns immer wieder angesprochene einfacheren Umsetzung von Baumspenden und der Digitalisierung des Prozederes, mit dem Leerstellen in den Straßen gemeldet werden können. Auch zur insektenfreundlichen Pflege von Grün- bzw. Blühflächen vermeldete die Stadt verbesserte Ausschreibungsanforderungen für die beauftragten Gartenlandschaftsunternehmen. Das Leuchtturmprojekt unserer AG Stadtgrün darf sich auf die Entsiegelung und Umwandlung der Fläche am Kaiserweg (hinter Marktkauf) zu einer Gehölzinsel freuen. Eventuell kann die professionelle Entsieglung noch im Herbst dieses Jahres angegangen werden. Bei der Art der Bepflanzung, also der Wahl der Bäume und späteren Gießpflege wollen wir die Nachbarschaft vor Ort für den neuen Tiny Forest begeistern. Dazu stehen wir mit einer Befragung bereit, sobald die nächsten Schritte mit der Stadtverwaltung feststehen.
AG Stadtentwicklung & Beteiligung macht weitere konstruktive Vorschläge
Neue Mitte in der Rathausstraße
Für eine grüne Neue Mitte in der Rathausstraße als Beispiel für eine vor Hitze schützende Stadtgestaltung werben wir nun schon seit bald zwei Jahren. Hier gibt es Fortschritt bei der Planung für den 2026/2027 neu entstehenden Lumpschplatz gegenüber der Rathausgalerie. Dieser Platz sowie die erweiterten Treppen vor der Galerie werden mit einer erfreulich hohen Zahl von zusätzlichen Bäumen ausgestattet werden und sich somit wohltuend vom fast baumlosen Bahnhofsvorplatz abheben. Für die bereits neu gebauten Teile der Rathausstraße gelten unseren Begrünungswünschen aus unterschiedlichen Gründen vom Denkmalschutz bis zu den unterirdischen Versorgungsleitungen und Fördergeldauflagen als nicht umsetzbar (leider leider). Im Falle der Planung
des Radsschnellweges (zuständig ist hier das sächsische LASUV) ist das nachvollziehbar, obliegt sie doch nicht der Stadt, aber der Vorschlag zur Verkehrsgestaltung Rathausstraße wurde schlicht als nicht mehrheitsfähig zurückgewiesen. Da wünschen wir uns mehr Mut für neue Wege bzw. auch mal eine neue Wegsperrung 😊. Und wir meinen, gemeinsam mit der Bahnservicestelle könnten Weg für die Begrünung des S-Bahnhofumfelds am Kloseplatz gesucht werden (Ideen dieser Bahn-Servicestelle siehe
https://bahnhofsvorplatz.dbinfrago.com/kompetenzstelle !).
B-Plan Hafenstraße
Grundsätzlich positiv finden wir die von der Stadt erstmals initiierte repräsentative Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan Zöbigker (Ausdehnung Waldparkplatz). Die Einberufung repräsentativer Bürgerforen, die zu strittigen Themen Bürgergutachten entwickeln, hatten wir schon mehrfach als demokratieergänzende Methode vorgeschlagen. Allerdings wird im uns vorliegenden Anschreiben an die ausgewählten Personen überhaupt nicht klar, dass es um das konfliktäre Thema Falschparker im Wohngebiet Zöbigker und die Waldrodung für eine Parkplatzerweiterung gehen soll. Wir vermuten, dass der Großteil der zufällig aus ganz Markkleeberg ausgewählten Bürgerinnen und Bürger nicht verstanden hat, um was es geht und dass die Stadt an dieser Stelle wirklich ihre Stimme braucht. Warum sollten sie sich hier zwei Abende mit bürokratischer Bauplanung in Zöbigker befassen? Die Resonanz war demzufolge selbst der Stadtverwaltung zu gering. Wir hoffen hier zukünftig auf professionelle Unterstützung durch ein von der Stadt eingeworbenes Forschungsprojekt „Bürgerbeteiligung“. An der Teilnahme als Testort hat sich Markkleeberg beworben. Wir drücken die Daumen für den Zuschlag an unsere Stadt!
AG Energie nimmt neuen Anlauf
Unterstützung der Stadt für Aktionen zur stärkeren lokalen Gewinnung und Nutzung regenerativer Energien – Ziel unserer AG „PV auf jedes Dach“ – soll es für die Durchführung eines weiteren Zukunftsenergietages in Markkleeberg, Energiewerkstätten des Landkreis Leipzig und Vernetzung mit anderen Gruppen geben.
Unser Fazit:
Wir als Team Zukunft anerkennen die große Gesprächsbereitschaft der Stadt mit ihren Bürger:innen und wollen diese für den weiteren Austausch und das (auch wiederholte) Vorbringen unserer Ideen nutzen. Zusätzlich wollen wir den engeren Austausch mit den Stadtverordneten zu suchen, um unsere Ideen nicht nur in die Verwaltung, sondern auch an die Entscheidungsträger heranzutragen! Wir haben erfahren, dass es funktionieren kann, manchmal dauert es vielleicht nur etwas länger….

